Mein Hummel Tagebuch

Sonderartikel

Bombus campestrisSchön, dass Du da bist. Es freut mich, dass Du Dich auch für Hummeln begeisterst, denn immer mehr Menschen interessieren sich für diese pelzigen Brummer. Immerhin bist Du jetzt schon Besucher Nr. 610567 in meinem Hummel Tagebuch. :)

In diesem Blog dreht sich alles um die Hummeln in meinem Garten. Dieses Jahr stehen 15 Hummelhäuser bereit. Viel Freude beim lesen, Kommentare sind jederzeit willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Alles in Ordnung bei den Ackerhummeln

acker-2Gemächlich geht es bei den Ackerhummeln zu. An der Hummeklappe ist fast keine Aktivität zu erkennen. Aber das ist normal, Ackerhummeln haben Zeit und sind oft bis in den Winter aktiv.

Inzwischen haben die Ackerhummeln ein so dichtes Dach über ihr Nest geflochten, dass ich nicht mehr hinein sehen kann. Klar könnte man das Ganze aufbrechen, jedoch sehe ich keinen Grund zu riskieren etwas kaputt zu machen.

Ackerhummeln verstecken sich normalerweise bei Nestkontrollen und sind ganz still. Hier hörte ich lautes „Protestbrummen“ aus der Tiefe des Kartons. Ein gutes Zeichen. Also Deckel wieder zu.

Ein gut entwickeltes Erdhummelvolk

15-1Hummelhaus 15 bereitet mir große Freude. Und zwar weil ich endlich wieder ein Erdhummelvolk habe. Und dieses Erdhummelvolk entwickelt sich prächtig. Von Anfang an gab es bisher keine Probleme.

Auch die Hummelklappe und der Vorbau sind extrem sauber, das lockt keine Wachsmotten oder Ameisen an.

Das Volk ist gut entwickelt und bei Nestkontrollen werde ich sogar angegriffen. Es müssten bereits hunderte Individuen sein, es kann nicht mehr lange dauern bis auch hier Junköniginnen auftauchen.

15-2Ich wäre zwar schon neugierig gewesen, denn das Nest ist inzwischen so lang und breit wie der Innenkarton in dem es sich befindet, jedoch will ich bei einem offensichtlich gesundem Volk nicht unnötig stören und herumstochern. Vielleicht noch etwas ausschütten. Da mach ich lieber zufrieden den Deckel wieder zu.

 

Baumhummelnest am Ende

4-3Das Baumhummelnest in Hummelhaus 4 ist so gut wie verlassen. Besonders auffällig ist hier der massive Schimmel der sich ausgebreitet hat. Das Haus ist genau so gut belüftet wie Hummelhaus 1-3, dort hatte ich noch nie Schimmel. Schimmel ist zwar bei Baumhummeln auch „normal“ jedoch ist das hier schon als sehr heftig zu bezeichnen.

Inzwischen haben es auch Wachsmotten in das Nest geschafft. Vereinzelt krabbeln noch eine Hand voll Arbeiterinnen im Nest herum.

Warum gingen hier keine Geschlechtstiere hervor? Ich kann nur vermuten. Das Hummelhaus wurde ein paar mal von Baumhummelköniginnen übernommen. Es gab viele Kämpfe, da die Hummelköniginnen meist mit der Hummelklappe umgehen konnten waren es wohl Rückkehrerinnen vom letzten Jahr.

Die Nestgründerin hatte ganz früh angefangen, die Übernahmen waren dann viel später von Nachzüglerinnen. Wie viele es waren kann man nicht sagen. 2 Übernahmen habe ich selbst beobachtet (tote Königin wurde durch die Hummelklappe „entsorgt“). Da der Eingang vom Hummelhaus hinter Haselnusssträuchern gut versteckt liegt, habe ich wohl das meiste nicht mitbekommen.

Ein großes Steinhummelnest

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Das Steinhummelnest in Hummelhaus 3 entwickelt sich erfreulich. Teilweise ist das Nest schon mit einem Wachsdeckel überspannt. Das ist typisch für Steinhummeln.

Gut sieht man auch (unten links) die Königin. Bald wird es hier Jungköniginnenn geben. Das Nest ist auffallend sauber, normalerweise nicht gerade eine Stärke der Steinhummeln.

Die Tränke hatte ich bei der Nestgründung ins Nest gestellt. Damals war das hilfreich (Bodenfrost, Tage lange Regenschauer), seitdem steht die Tränke ungenutzt und leer im Nest. Ich belasse sie dort um nicht weiter zu stören.

Also alles in Ordnung, Deckel wieder zu.

Erstes verlassenes Hummelnest

1-1Hummelhaus 1 ist verlassen. Und ich kann nicht einmal genau sagen, welche Hummel dort gewohnt hat. Von außen ist der Hummelnesteingang nicht einsehbar, er befindet sich versteckt hinter großen Haselnusssträuchern.

Fest steht, das Hummelhaus ist verlassen. Den genauen Grund werde ich wohl nie erfahren. Das Nest ist Wachsmottenfrei, auch sonst sind keine anderen Gründe wie z. B. Ameisen zu sehen.

VIDEO: Erdhummelnest

erdhummelnestBei den Erdhummeln geht es gemächlicher zu. Es ist dort von aussen an der Hummelklappe lange nicht so viel zu sehen, wie z. B. bei den Baumhummeln.

Weil es heute im Schatten 33 Grad hat, habe ich nur vorsichtig mal nachgesehen, ob alles in Ordnung ist. Gut sieht man, wie die Hummeln sofort das Nest wieder abdecken.

Mehr „Kontrolle“ ist nicht nötig. Alles in Ordnung.

 

 

Hornissenkönigin sucht Nistgelegenheit

Seit etwa einer Woche habe ich hier täglich eine Hornissenkönigin zu Gast. Sie ist immer auf ca. 5 Quadratmeter unterwegs. Dort hat sie bereits in meiner alten Gartenhütte gesucht (wäre ein idealer Platz: Viel Altholz, rauhe Bretter usw.), aber das war ihr nicht gut genug. Parallel dazu untersucht sie meine Hummelhäuser. Aber komischer Weise nur die leeren. An den vollen fliegt sie vorbei und sucht das nächste leere auf, das kann aber natürlich auch Zufall sein.
Sie untersucht alles sehr genau:

Erdhummelnest im neuen Hummelhaus

Das neue Hummelhaus mit der (unter anderem) anderen Dachkonstruktion konnte gleich im ersten Jahr erfolgreich besiedelt werden. Die Erdhummelkönigin darin hat bereits in der zweiten Generation Nachwuchs. Alles scheint in Ordnung zu sein.

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Das Nest ist direkt in das lose Kapok gebaut. Ich kann das darauf liegende Kaopk für eine Nestkontrolle aber nicht anheben, denn damit würde ich die Honigtöpfe umwerfen, alles ist miteinander verklebt. Dem Volk scheint es gut zu gehen, das ist das wichtigste.

Ein kleines Ackerhummel-Volk

Ackerhummeln haben es nicht so eilig wie z. B. Baumhummeln ein großes Volk zu gründen und möglichst schnell damit „durch“ zu sein. Ackerhummeln haben eine andere Strategie, man hat als Hummelhausbesitzer mit ihnen bis in den späten Herbst Freude.

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Ackerhummeln zählen zu den friedlichsten Hummelarten. Bei einer Nestkontrolle verstecken sie sich, oder sie arbeiten einfach weiter und lassen sich nicht stören.